Pilates bei Schulterimpingement: Wie lassen sich Skapulakontrolle und Oberkörperkräftigung verbessern?

Pilates bei Schulterimpingement: Wie lassen sich Skapulakontrolle und Oberkörperkräftigung verbessern?
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Allgemeiner Ansatz bei Beschwerden durch Schulterimpingement

Viele Menschen mit Beschwerden durch Schulterimpingement spüren ein Unbehagen rund um die Schulter, wenn sie den Arm über Kopf strecken, etwas in ein Regal einräumen oder lange am Computer sitzen. In solchen Fällen kann es den Alltag angenehmer machen, nicht nur die schmerzende Stelle in den Blick zu nehmen, sondern auch die Bewegung des Schulterblatts (Skapula) und die allgemeine Belastbarkeit des Oberkörpers zu unterstützen. Der Pilates-Ansatz kann mit seiner kontrollierten, auf Körperwahrnehmung ausgerichteten Struktur in diesem Bereich als sanfte Option betrachtet werden.

Warum ist die Skapulakontrolle wichtig?

Die Skapulakontrolle wirkt wie das „Fundament“ der Schulter: Während sich der Oberarmknochen bewegt, bewegt sich das Schulterblatt mit. Lässt dieses Zusammenspiel nach, kann bei manchen Menschen das Gefühl eines „Einklemmens“ an der Vorderseite der Schulter zunehmen. Pilates-Übungen können helfen, das Schulterblattgleiten auf den Rippen zu erlernen und die Gewohnheit zu verringern, die Schultern unnötig hochzuziehen. Dadurch kann sich die Belastung rund um die Schulter während der Bewegung gleichmäßiger verteilen.

Ein besonders wertvoller erster Schritt ist, zu lernen, das Schulterblatt sanft zu führen, statt die „Schulter nach unten zu drücken“. Ein häufiger Alltagsfehler ist, die Schultern ständig nach hinten und unten zu ziehen und zu fixieren; das kann bei manchen Menschen die Nackenspannung erhöhen und das Anheben des Arms erschweren. Im Pilates geht es meist darum, dass sich das Schulterblatt bei Bedarf nach oben drehen kann und bei Bedarf auch kontrolliert in eine nach unten und hinten ausgerichtete Position findet. Dieses Gefühl von Beweglichkeit kann dazu beitragen, das Empfinden von Einklemmung zu verringern.

Schulterspannung mit Atmung und Rumpfkontrolle reduzieren

Atmung und Rumpfkontrolle können eine wichtige Ergänzung sein, um unnötige Spannung im Schulterbereich zu reduzieren. Den Rippen zu erlauben, sich mit der Atmung zu bewegen, und den Bauchbereich sanft zu aktivieren, kann ein ausgewogeneres Haltungsgefühl im Oberkörper unterstützen. Bei manchen Menschen hilft dieser Ansatz, das Gefühl zu verringern, dass bei Schulterbewegungen der Nacken und der Trapezmuskel übermäßig „mitarbeiten“ müssen.

Pilates bei Schulterimpingement: Wie lassen sich Skapulakontrolle und Oberkörperkräftigung verbessern?

Eine häufig genutzte Basisübung im Pilates, um die Skapulakontrolle zu verbessern, besteht darin, die Schulterblätter in kleinen, kontrollierten Bewegungen zu bewegen, während die Arme ruhig bleiben. So kann es zum Beispiel im Stand oder in Rückenlage – bei gestreckten Armen – helfen, nur die Schulterblätter nach vorn und leicht zur Seite gleiten zu lassen und anschließend wieder zurückzuführen. Das kann das Wahrnehmen der Skapula – statt des Arms – erleichtern. Wird die Bewegung klein gehalten und der Nacken bleibt entspannt, kann das rund um die Schulter ein sichereres Gefühl vermitteln.

Oberkörperkraft und Muskelbalance: Welche Bereiche werden angesteuert?

Beim Aufbau von Oberkörperkraft geht es nicht nur darum, die Brustmuskulatur zu stärken, sondern auch den mittleren bis unteren Rücken, den Serratus anterior (ein unterstützender Muskel auf den Rippen) und den Bereich der Rotatorenmanschette ausgewogen zu aktivieren. Zugübungen mit Pilates-Bändern oder leichtem Widerstand können bei manchen Menschen dazu beitragen, die Tendenz zu verringern, dass die Schulter nach vorn kippt, und die Schulterblattbewegung „ruhiger“ werden zu lassen. Entscheidend ist dabei, das Schulterblatt kontrolliert zu führen, ohne den Ellbogen nach hinten auszuschwingen.

Auch Übungen in sogenannter geschlossener Kette – also Übungen, bei denen die Hand Kontakt zu einer Oberfläche hat – können für manche Menschen mit Schulterimpingement besser tolerierbar sein. Bei Druckvariationen, die mit leichtem Anlehnen an eine Wand oder einen Tisch ausgeführt werden, kann die Belastung im Schultergelenk besser steuerbar bleiben. Ziel ist es, das Gleiten des Schulterblatts auf den Rippen zu unterstützen, ohne dass es dabei abhebt, und während der Bewegung die Rumpfstabilität zu erhalten.

Bewegungsumfang, Alltagsgewohnheiten und wann sollte man Fachpersonen hinzuziehen?

Ein wichtiger Punkt bei Beschwerden durch Schulterimpingement ist auch der Bewegungsumfang. Wenn das Unbehagen in den Winkeln zunimmt, in denen der Arm nach oben geführt wird, wird es meist besser toleriert, in einem schmerzärmeren oder besser kontrollierbaren Bereich zu arbeiten. Im Pilates kann nach dem Prinzip „wenig, aber sauber“ das Finden einer guten Ausrichtung in einem kleinen Bewegungsbereich mit der Zeit ein angenehmeres Bewegungsgefühl ermöglichen.

Pilates bei Schulterimpingement: Wie lassen sich Skapulakontrolle und Oberkörperkräftigung verbessern?

Alltagsgewohnheiten können ähnlich wirksam sein wie das Training. Wenn beim langen Sitzen die Schultern nach vorn einrollen, der Kopf nach vorn wandert und die Rippen „fest“ werden, kann das die natürliche Bewegung der Skapula einschränken. Kleine Anpassungen – etwa die Bildschirmhöhe zu korrigieren, mit kurzen Pausen die Vorderseite des Brustkorbs zu entlasten oder das Telefon nicht zwischen Schulter und Ohr einzuklemmen – können die Wirkung der Pilates-Übungen unterstützen.

Da nicht jede Schulter gleich reagiert, ist es wichtig, die Übungen an die einzelne Person anzupassen. Treten während der Bewegung stechende Schmerzen, Taubheitsgefühle, Kraftverlust oder deutlich zunehmende Beschwerden in der Nacht auf, kann es passend sein, eine Fachperson zu konsultieren. Mit geeigneter Anleitung ausgewählte Pilates-Übungen können dabei unterstützen, die Skapulakontrolle zu verbessern und die Oberkörperkraft ausgewogener zu steigern – und so die Nutzung der Schulter im Alltag angenehmer zu machen.

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Kalorien
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Eiweiß
35 g
Kohlenhydrate
45 g
Fett
14 g