Was Ist Pilates-Atemkontrolle Und Wie Funktioniert Sie? Grundlegende Techniken
Pilates ist ein Trainingsansatz, der sich darauf konzentriert, Bewegungen kontrolliert zu steuern, und ein wichtiger Bestandteil dieser Kontrolle ist das Atembewusstsein. Den Rhythmus und die Richtung des Atems zu verfolgen, kann bei vielen Menschen dazu führen, dass sich Bewegungen fließender anfühlen, und helfen, die Ablenkung während des Trainings zu reduzieren.
Ziel der Atemkontrolle im Pilates und ihre Abstimmung mit der Bewegung
Wenn von Atemkontrolle im Pilates die Rede ist, geht es nicht nur darum, „tief einzuatmen“, sondern den Atem in einer Weise zu nutzen, die mit der Bewegung im Einklang steht. Diese Abstimmung kann für manche Menschen unterstützend sein, um den Bauch- und Rumpfbereich besser zu spüren, die Haltung zu bewahren und unnötige Spannung während des Trainings wahrzunehmen.
Technik: Durch die Nase einatmen und durch den Mund ausatmen
Im Allgemeinen ist es in der Pilates-Praxis ein häufig verwendeter Ansatz, durch die Nase einzuatmen und durch den Mund auszuatmen. Während das Einatmen durch die Nase hilft, den Rhythmus zu beruhigen, kann das kontrollierte Ausatmen durch den Mund das Gefühl des „verlängerten Ausatmens“ verstärken; das kann insbesondere in anspruchsvollen Phasen erleichtern, das Tempo der Bewegung zu regulieren.
Atmung in die Rippen: Ansatz der Ausdehnung zu den Seiten und nach hinten
Ein weiterer Punkt, der im Pilates häufig betont wird, ist die Idee, dass sich der Atem „zu den Seiten und nach hinten“ in den Bereich des Brustkorbs ausdehnt. Diese Art zu atmen kann helfen, die Atmung zu vertiefen, ohne den Bauchbereich unnötig nach außen zu drücken; zugleich kann sie bei manchen Menschen das Gefühl unterstützen, den Lenden- und Beckenbereich stabiler zu halten.
Ausatmen und Einatmen den Bewegungsphasen zuordnen
Der Moment des Ausatmens kann bei den meisten Übungen mit der Absicht verbunden werden, den Rumpf zu sammeln und die Bewegung zu kontrollieren. Sich in einer schwierigen Phase vorzustellen, dass man beim Ausatmen die Bauchmuskeln leicht nach innen zieht, kann helfen, ein „Auseinanderfallen“ der Bewegung zu verhindern. Das Ziel ist hierbei, ohne den Atem anzuhalten und ohne sich zu verkrampfen, eine sanfte Aktivierung zu finden.
Der Moment des Einatmens kann hingegen oft als eine Phase betrachtet werden, in der sich der Körper verlängert, der Brustkorb sich weitet und Raum für die Bewegung entsteht. Zum Beispiel kann das Einatmen beim Verlängern der Wirbelsäule, beim Anheben der Arme oder beim Übergang in eine Vorbereitungsposition bei manchen Menschen einen entspannteren Fluss ermöglichen. Dennoch kann es realistischer sein, statt einer einzigen „richtigen“ Zuordnung für jede Bewegung den Körper zu beobachten und einen Rhythmus zu finden.
Atemanhalten reduzieren, Achtsamkeitsübungen und sicherer Ansatz
Die Tendenz, den Atem anzuhalten, ist besonders bei Anfängerinnen und Anfängern oder mitten in anspruchsvollen Wiederholungen häufig zu beobachten. Wenn Sie das bemerken, kann es helfen, die Wiederholungszahl zu reduzieren, den Bewegungsumfang zu verkleinern oder das Tempo zu senken. In einem Tempo zu arbeiten, bei dem der Atem nicht unterbrochen wird, kann langfristig dabei unterstützen, die Technik zu festigen.
Kurze Achtsamkeitsübungen können auch im Alltag hilfreich sein, um die Atemkontrolle zu verbessern. Zum Beispiel kann es das Atmen in Pilates-Stunden erleichtern, wenn man mehrmals am Tag die Schultern lockert, 3–4 ruhige Atemzyklen macht und beobachtet, wie sich die Rippen zu den Seiten hin öffnen und wieder schließen.
Wenn der Atem Schwindel, deutliches Unwohlsein oder ein Angstgefühl auslöst, kann es eine gute Option sein, das Training zu erleichtern und eine Fachperson zu konsultieren. Da Atemkapazität, Haltungsgewohnheiten und Stressniveau bei jedem Menschen unterschiedlich sind, kann eine individuell angepasste Atemarbeit einen gesünderen Ansatz bieten.
Zusammengefasst kann die Atemkontrolle im Pilates effizienter werden, wenn sie nicht als eine zweite „Aufgabe“ neben der Bewegung, sondern als Teil der Bewegung betrachtet wird. Mit regelmäßiger Praxis kann das Finden der Atem-Bewegungs-Abstimmung bei vielen Menschen ein kontrollierteres, ruhigeres und fokussierteres Trainingserlebnis unterstützen.
